The devil wears lace

Endlich ist es soweit: der zweite Blogeintrag ist fertig und freut sich von dir gelesen zu werden. Heute möchte ich dir einen Einblick in die schönen und unvergleichlichen Textilien der Frauenwelt gewähren. Somit ist der Songtitel von Steven Rodriguez der perfekte Einstieg in diese facettenreiche und zugleich faszinierende Welt.

Nach einem sonnigen Tag im Frühling, gehst du mit der Kühle der Nacht schlafen und erwachst am folgenden Morgen mit dem ersten Blick in die Natur. Es ist noch früh, die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch die Wolken. Dein Blick streift über das taufrische Gras – die kleinen Wassertropfen, die sich auf den einzelnen Grashalmen gebildet haben, funkeln, durch die Sonne getroffen, um die Wette. Zwischen ihnen entdeckst du ein filigran und kunstvoll gewebtes Spinnennetz, das über und über mit unzähligen Tropfen behangen ist und zu zerreißen droht. Zerbrechlich und zart zugleich, ebenso wie das Gefühl von Spitze auf der Haut. Eine hochwertig verarbeitete Spitze, aus beispielsweise Baumwolle, ist anschmiegsam und weich. Sie ist präsent, aber gleichzeitig nicht störend. Durch ihre leicht raue Struktur verursacht sie mir ein unverwechselbares Kribbeln auf der Haut, die meine weiblichen Rundungen verführerisch in Szene setzt. Spitze, egal in welcher Farbe, ist immer offen gewebt und lässt die Haut darunter durchscheinen, um den Reiz des zu erkundenden Körpers so spannend wie möglich zu halten. Ich genieße das Spiel zwischen dem leicht Verruchten und dem grazilen, zerbrechlichen Zusammenspiel. 

Bedeckter und mehr vom Körper verhüllend dagegen ist Seide: An einem wolkenfreien Sommertag genießt du die wärmenden Strahlen der Sonne auf deiner Haut – bis du den lauen Luftzug, kaum spürbar, aber wohltuend wahrnimmst. Lautlos streicht der Windstoß über die feinen Härchen entlang deines Arms, fließt ohne erkennbare Reibung zu erzeugen über deine Oberarme hinweg. Beruhigend, von zuerst kühl bis zu langsam warm werdend, einer innigen Umarmung gleich. Das Gefühl ist leicht, ungezwungen und umschmeichelnd, ebenso wie die Seide sich schwerelos und wohltuend auf deine Haut legt. Sie passt sich sanft meiner Körperform an und zaubert einen eleganten, aber nicht aufdringlichen Auftritt nur für deine Augen. Ich fühle mich dadurch elfenhaft zerbrechlich und zugleich luxuriös begehrenswert.

Das genaue Gegenteil findest du in der Beschaffenheit von Leder, dem festen und unverwüstlichen Material, das Stärke und Beständigkeit ausstrahlt. Kannst du dich an deinen letzten Spaziergang erinnern, bei dem du barfuß auf festem, aber nicht scharfkantigem Boden gelaufen bist? Zu Beginn ist das Gefühl etwas hart, ungewohnt direkt und nach einer gewissen Zeit des Gewöhnens, bist du resistent gegen die verschiedenen Einflüsse und scheinst mühelos über die Unebenheiten hinweg zu schreiten. Das anfängliche Unbehagen, die neuartige Situation und das besonders anmutende Gefühl weichen dem erdenden und stärkenden Befinden. Die robuste und wilde Haptik des Leders verleiht mir ein selbstbewusstes, bestimmtes Auftreten, aber auch zugleich Wildes und Ungezwungenes.

Viele weitere Materialien und Stoffe, bringen die unterschiedlichsten Emotionen und Situationen zum Vorschein. Die bereits aufgezählten und noch unerwähnten Textilien sind dennoch nur ein hinreißendes und erweiterndes i-Tüpfelchen zum bereits schönsten Outfit, dass eine Frau tragen kann: die nackte Haut. Geschmeidig und weich, glatt und sanft – besonders wenn Haut auf Haut trifft. Die Wärme von pulsierenden Adern, einem leicht beschleunigtem Herzschlag und den dezenten Schweißperlen, gibt mir das Gefühl, dir so nah wie nie zu sein.

Ich freue mich sehr von deinen favorisierten Kleidungsmaterialien zu hören, die du am liebsten auf meiner oder deiner Haut spüren möchtest. Lass mich gerne wissen, was dein Herz höher schlagen lässt.

Bis ganz bald!

Kisses Emma

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